Egal!

Dilara ist nach langer, teilweise dramatischer Flucht aus Afghanistan zusammen mit ein paar Familienmitgliedern im Schwäbischen Wald gelandet. Nach längerer Eingewöhnungszeit mit Sprach- und Integrationskursen macht sie eine Pflegeausbildung in der Psychiatrie. Das liegt ihr, da sie sehr gut mit Menschen – auch mit „schwierigen“ – umzugehen weiß.

Eines Tages begleitet sie drei ihrer Patientinnen beim Spaziergang durch den Park. Sie setzen sich und unterhalten sich, natürlich auf Schwäbisch. Dilara versteht das Wort „egal“ nicht, und fragt nach. Die drei versuchen, die Bedeutung zu erklären, und zum Abschluss meint eine der drei: „Mr könnt au sage: ‚Des geht mir am Arsch vorbei!‘ „

Am Nachmittag, in der Teambesprechung, kommt die Frage auf, wer eine bestimmte, etwas unangenehme Aufgabe erledigen könnte. Sie fragen auch Dilara, ob es ihr etwas ausmachen würde, das zu übernehmen. Freudig strahlend verkündet sie: „Klar! Das geht mir am Arsch vorbei!“

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